Ihr Ehrenamt

Zeit schenken. Zuhören. Einfach da sein.

Ehrenamtliche begleiten Menschen am Lebensende – nicht als Expertinnen und Experten, sondern als Menschen mit offenem Herzen. Was es braucht? Nicht viel. Und doch alles: Zeit, Mitgefühl, Ruhe, und die Bereitschaft, einfach da zu sein.

Unsere Ehrenamtlichen sind Teil eines verlässlichen Teams. Sie entscheiden selbst, wann, wie oft und in welchem Rahmen sie sich engagieren – angepasst an ihr Leben, ihre Möglichkeiten, ihre Kraft.

Ehrenamt ist mehr als „am Bett sitzen“

Nicht jede und jeder möchte in die direkte Sterbebegleitung gehen – und das ist völlig in Ordnung. Auch in der Trauerarbeit, der Öffentlichkeitsarbeit, bei Veranstaltungen, im Vorstand oder in Projekten gibt es viele wertvolle Aufgaben, die mitgetragen werden können.

Was das Ehrenamt zurückgibt:
  • Sinn und Verbindung
  • Dankbarkeit und tiefe menschliche Begegnungen
  • Neue Perspektiven auf das Leben
  • Persönliches Wachstum
  • Das gute Gefühl, gebraucht zu werden

„Gutes tun tut gut.“
Das klingt einfach – und ist doch genau das, was viele bei uns erleben.

Neugierig geworden?

Ob Sie sich nur informieren möchten oder schon den ersten Schritt ins Ehrenamt denken – wir nehmen uns gerne Zeit für Sie. Und wenn Sie sagen: „Das könnte etwas für mich sein“, freuen wir uns, Sie im nächsten Qualifizierungskurs zur Sterbebegleitung kennenzulernen.

Telefon: 06031 – 772 76 33
E-Mail: info@hospizhilfe-wetterau.de

Schafft euch ein Nebenamt,

… ein unscheinbares, vielleicht ein geheimes Nebenamt.

Tut die Augen auf und sucht, wo ein Mensch oder ein gutes Werk ein bisschen Zeit, ein bisschen Teilnahme, ein bisschen Gesellschaft, ein bisschen Arbeit eines Menschen braucht. Vielleicht ist es ein Einsamer oder ein Verbitterter oder ein Kranker oder ein Ungeschickter, dem du etwas sein kannst. Vielleicht ist es ein Greis oder ein Kind.
Oder ein gutes Werk braucht Freiwillige, die einen freien Abend spenden oder Gänge tun können. Wer kann die Verwendungen alle aufzählen, die das kostbare Betriebskapital, Mensch genannt, haben kann!
An ihm fehlt es an allen Ecken und Enden! Darum sucht, ob sich nicht eine Anlage für Menschentum findet. Lass dich nicht abschrecken, wenn du warten oder experimentieren musst. Auch auf Enttäuschungen sei gefasst.

Aber lass dir ein Nebenamt, in dem du dich als Mensch an Menschen ausgibst, nicht entgehen. Es ist dir eines bestimmt, wenn du es nur richtig willst …

Albert Schweitzer  
(Kulturphilosophie I+II (Becksche Reihe 1150), München 2007, S. 321)