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Busreise nach Kassel in das Museum für Sepulkralkultur


Ein ganzer Bus voll mit Menschen, die an einem strahlend schönen Vorfrühlingstag in ein Museum für Bestattungskultur fahren – wer da an morbides Interesse denkt, liegt falsch.

Es war eine Fahrt für Leib und Seele: ersteres erfüllt durch ein leckeres Essen im Brüder-Grimm-Museum, das dem Sepulkralmuseum unmittelbar benachbart ist. Letzteres angeregt durch das Erleben, wie heilsam es ist, wenn der Tod als das betrachtet wird, was er ist: er gehört untrennbar zum Leben. Kontinuität und Wandel im Umgang  mit den letzten Dingen zu veranschaulichen und das gesellschaftlich oft verdrängte Erlebnis des Todes wieder ins Bewusstsein zu rücken, beeindruckte die Gruppe, die zunächst alleine durchs Museum zog, um anschließend in einer Führung – aufgeteilt in zwei überschaubare Gruppen – das Gesehene zu vertiefen oder auch erst durch die fachkundige Begleitung der beiden sehr jungen Museums-Führer neue Blickwinkel zu erschließen.

Die Cartoon-Ausstellung, die  noch bis zum 5.6.16  zu sehen ist, regte mit ihrer Mischung aus rabenschwarzem Humor, Zeichnungen mit spitzer Feder, aufs Korn genommenen geläufigen Redewendungen zu Austausch, Nachdenklichkeit und herzhaftem Lachen an. Sobald man über etwas lachen kann, verliert es Stück für Stück seinen Schrecken. Diese einhellige Meinung war bei lebhaften Gesprächen auf der Heimfahrt – begleitet von der untergehenden Sonne dieses vorfrühlingshaften Tages – durchweg zu hören.